Kalium – Alles was du wissen musst

Die Funktionen von Kalium sind vielen unbekannt. Wofür brauchen wir also Kalium? Und wie viel? Diese Fragen werden nun beantwortet und auch der Einfluss von Kalium auf den Blutdruck erläutert.

Vorkommen im Körper

Im Körper eines Erwachsenen befinden sich 140 g Kalium. Kalium ist an der Regulation des Hydrationszustands des Körpers beteiligt. Kalium aktiviert viele Enzyme und ist Teil der Reaktionskaskade welche Impulse an Nervenzellen und Muskeln sendet. Außerdem ist Kalium am Wachstum, der Regulation des Blutdrucks und einer normalen Herzfunktion beteiligt.

Zufuhr & -empfehlung

Schätzwerte für eine angemessene Zufuhr nach der DGE bzw. D-A-CH-Region

Alter Kalium (mg/Tag)
0 – 4 Monate 400
4 – 12 Monate 600
1 – 4 Jahre 1100
4 – 7 Jahre 1300
7 – 10 Jahre 2000
10 – 13 Jahre 2900
13 – 15 Jahre 3600
älter als 15 Jahre 4000
Schwangere 4000
Stillende 4400

Für Kalium gibt es keine Zufuhrempfehlung. Bis 2017 hat die DGE einen Schätzwert für eine minimale Kaliumzufuhr von 2000 mg/Tag für Erwachsene angegeben. Dieser wurde im Jahr 2017 aktualisiert und gilt nun nicht mehr für eine minimale, sondern für eine angemessene Zufuhr. Der Grund für die Anpassung ist die starke Evidenz, dass Kalium einen zu hohen Blutdruck senken und dadurch das Risiko für Herzinfarkte sowie Schlaganfälle reduzieren kann. Aus diesem Grund sind die Empfehlungen der zuständigen Behörden aus den USA und Kanada sogar noch höher mit einer adäquaten Zufuhr von 4700 mg für Jugendliche und Erwachsene.

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Personen mit Bluthochdruck profitieren besonders durch Kalium

Die „Nationale-Verzehrsstudie 2“ (NVS 2) ermittelte den Median der Kaliumzufuhr. Dieser lag bei Männern bei 3612 mg/Tag und bei Frauen bei 3140 mg/Tag. Diese Werte liegen also über der früher angegebenen minimalen Kaliumzufuhr, aber unterhalb der geschätzten angemessenen Kaliumzufuhr. Die Kaliumversorgung bietet dementsprechend noch ein Verbesserungspotential für die eigene Gesundheit.

Die NVS 2 ermittelte auch die Hauptquellen für Kalium. Dies waren zu ca. 18 % alkoholfreie Getränke und zu jeweils 10 % Brot, Obst sowie Milchprodukte. Danach kamen mit Anteilen zwischen 5 und 10 % Gemüse, Kartoffeln und Fleisch. Diese Daten verdeutlichen, dass Kalium in zahlreichen Lebensmittelgruppen vorkommt, pflanzliche Lebensmittel aber besonders viel Kalium enthalten.

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Gemüse enthält viel Kalium

 

 

Kaliumgehalt Lebensmittel

Hochwertige Lebensmittel wie Hülsenfrüchte und Vollkorngetreide sind wichtige Kaliumlieferanten. Aufgrund der niedrigen Energiedichte von Gemüse und Obst eignen sich diese beiden Lebensmittelgruppen aber besonders gut um die Kaliumversorgung zu verbessern. Dies wurde auch in einer Studie beobachtet, in der die Probanden mit dem höchsten Obst- und Gemüseverzehr eine Kaliumzufuhr von mehr als 6 g pro Tag hatten. (Strain und Cashman (2009).

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Hülsenfrüchte sind hochwertige Kaliumliferanten

Fazit

Die Kaliumversorgung ist in der Regel zwar nicht schlecht, könnte aber besser sein. Durch hochwertige Lebensmittel und einen hohen Gemüse- sowie Obstverzehr kann die Kaliumversorgung deutlich verbessert werden. Wie stark sich eine höhere Kaliumzufuhr auf das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen auswirkt kann noch nicht abschließend gesagt werden. Der Zusammenhang zeigt sich aber durch den Erfolg der „DASH-Diät“. Diese wurde zum Zweck der Therapie eines zu hohen Blutdrucks entwickelt und setzt unter anderem auch auf eine hohe Kaliumzufuhr. Auch in einigen Studien (Weaver (2013), Hunt und Cappuccio (2014), Aburto et al. (2013)) bestätigt sich der Zusammenhang.

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